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SE Bern, Cyberworld 1996

Montag, Juli 8th, 1996

Unter der Regie der Schweizerischen Elektronikunternehmung SE entsteht im Sommer 1996 die SE-CD ROM als Eigenwerbung. Zu der kompromisslosen Gestaltung der Grafiker Urs Odermatt und Patrik Wühtrich (Firma Kong, Biel) kommen allerlei state-of-the-art Gadgets – zum Beispiel ein Quicktime-VR Panorama vom Büro des Direktors.

Die SE CD-ROM gewinnt anlässlich der (ersten und letzen) Cyberworld 1996 in Bern den ersten Publikumspreis für Offline-Produkte.

Basler Kantonalbank POI

Sonntag, Mai 26th, 1996

Zusammen mit dem Grafiker Jan Schmocker und im Auftrag von scopo, Basel wird im Frühling 1996 ein videobasiertes Kundeninformationssystem für verschiedene Filialen entwickelt.

Mit dieser Anwendung wird klar, was Multimedia für den harten POI-Einsatz bedeuten kann. Auf grossen Rückprojektions-Bildschirmen werden der Kundschaft periodisch neue Informationen zu Bankprodukten geboten. Im Gegensatz zu reinem Video können hier vor Ort und durch das Bankpersonal selbst Textänderungen vorgenommen werden. Neue Produkte lassen sich sozusagen über Nacht neu aufnehmen, die Update-Kosten sind gering.

Die Post/Logistik ‘95

Montag, Mai 29th, 1995

Zusammen mit der Firma scopo (Basel) realisiere ich im Mai 1995 ein interaktives Beratungsprogramm der PTT. Erstmaliger Einsatz: an der internationalen Logistikmesse L’95 in Basel.

Das Programm wird mit einer klaren Gestaltung und eindeutigen Bildaussagen zur Unterstützung der Kundenberater der Post konzipiert.

Rund 150 Kundennutzen und Argumente der unterschiedlichen Dienstleistungen werden visualisiert. Dank der modularen Programmierung ist es dem Berater möglich, zu Beginn des Gesprächs einen kundenspezifischen Argumentationsweg festzulegen.

Citibank Studie

Samstag, Oktober 2nd, 1993

Herbst 93, für die Citibank in Hannover wird eine bestehende Multimedia-Applikation umprogrammiert. Auf Infoterminals innerhalb der Bank werden verschiedene Dienstleistungen der Kundschaft direkt zugänglich gemacht. So zum Beispiel Sparsimultationen und Terminvereinbarungen. Neben seiner offensichtlichen Funktion als POI Informations-Medium ist die Applikation in erster Linie als Mittel zur Marktstudie gedacht. Werden doch sämtliche Benutzer-Aktionen detailiert protokoliert und ausgewertet.

Piazza virtuale

Mittwoch, September 2nd, 1992

An der documenta IX in Kassel (D) 1992 startet die Künstlergruppe Van Gogh TV/Ponton ein aufsehenerregendes Medienexperiment. Interaktives Fernsehen – live, 100 Tage lang. Das von 3sat gesendete Programm wird via Telefon direkt vom Zuschauer beeinflusst. Über die Wähltasten kann dieser malen, musizieren, Kameras steuern, und vieles mehr. Weitere Kanäle, wie Bildtelefon, Telefax, Modem und eine Live-Kamera werden zur «multimedialen» Konferenz vereint – eine virtuelle Piazza ensteht.

Bei diesem Projekt, das übrigens preisgekrönt wurde, bestand meine Mitarbeit, nebst Gestaltung, in der Programmierung der interaktiven Elemente der Fernsehoberfläche.